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Versteigerungstermin

6 K 21/26

Amtsgericht Sinzig

1

Termin

Datum
27.01.202713:30 Uhr
Verkehrswert
1 €
Art der Versteigerung
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Ort der Versteigerung
Amtsgericht Sinzig, Saal 23

Mittwoch, 27. Januar 2027, 13:30 Uhr

Objekt

Typ
Gewerbeeinheit (z.B. Laden, Büro)
Lage
Mainzer Straße 22, 53424 Remagen
Rolandswerth
Beschreibung
Das Grundstück ist mit einem abbruchreifen ehem. Hotel-/Restaurantgebäude bebaut; zwischendurch wurde das Gebäude auch als Chinesische Botschaft genutzt. Das Gebäude setzt sich aus einem Hauptgebäude, mit zwei rückwärtigen Hinterhäusern, und einem einseitigen Anbau zusammen. Das Hauptgebäude ist teilunterkellert, viergeschossig, mit z.T. ausgebautem Dachgeschoss. Der Anbau ist nicht unterkellert, z.T.dreigeschossig, z.T.viergeschossig erstellt. Im Erdgeschoss des Anbaus befinden sich ein ehemaliges Ladenlokal sowie drei PKW-Garagen. Der Zugang zum Ladenlokal bzw. die Zufahrt zu den Garagen erfolgt von der "Mainzer Straße" aus. Ferner ist ein einseitig an den Anbau angebauter, zweigeschossiger Wintergarten vorhanden. Das genaue Baujahr des Gebäudes ist nicht bekannt. Es wurde mehrmals um- und ausgebaut. So erfolgten gemäß den vorliegenden baubehördlichen Unterlagen z.B. ca.1954 eine Aufstockung und in den 1990er Jahren sukzessive weitere Aufstockungen, Anbauten und weitere bauliche Veränderungen. Die folgende kurze Baubeschreibung fußt auf den Erkenntnissen des Ortstermines, dem Gutachten des Unterzeichneten vom 27.11.2003 sowie den baubehördlichen Unterlagen.   Der Bodenrichtwert beträgt 333.000,00 €. Die Kosten für die Freilegung des Grundstücks betragen ca. 350.000,00 €.;
Zusammenfassung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein abbruchreifes ehemaliges Hotel-/Restaurantgebäude mit Hauptgebäude, Hinterhäusern, Anbau, ehemaligem Ladenlokal, drei PKW-Garagen und Wintergarten.

Weitere Hinweise

Besichtigung:

Das Objekt wurde am 11.02.2025 eingehend besichtigt; das Gebäude wurde teilweise aufgemessen. Die Bewertung stützt sich auf den Ortstermin, ein früheres Gutachten vom 27.11.2003 sowie vorliegende Bau- und Katasterunterlagen.

Gebäude

Das in erster Linie zu bewertende Objekt ist ein mit einem ehemals als Hotel/Restaurant genutzten, später zwischenzeitlich anderweitig genutzten Gebäudekomplex bebautes Grundstück, wobei die vorhandene Bebauung als abbruchreif und wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll nutzbar eingestuft wurde. Das genaue Baujahr ist nicht bekannt; nach den Unterlagen erfolgte etwa 1954 eine Aufstockung, in den 1990er Jahren zudem sukzessive weitere Aufstockungen, Anbauten und bauliche Veränderungen. Ein Denkmalschutz besteht nicht.

Der Gebäudekomplex besteht aus einem teilunterkellerten, viergeschossigen Hauptgebäude mit teilweise ausgebautem Dachgeschoss, zwei rückwärtigen Hinterhäusern sowie einem einseitigen Anbau. Der Anbau ist nicht unterkellert und teils drei-, teils viergeschossig. Hinzu kommt ein einseitig angebauter, zweigeschossiger Wintergarten. Im Erdgeschoss des Anbaus befinden sich ein ehemaliges Ladenlokal und drei PKW-Garagen mit Erschließung von der Straßenseite. Der überschlägig ermittelte Brutto-Rauminhalt des Gesamtkomplexes beträgt rund 7.000 m³.

Die Grundrissanordnung entspricht nach dem Gutachten nicht heutigen Anforderungen. Konkrete Wohnflächen oder zeitgemäße, marktgängige Nutzflächen wurden nicht ausgewiesen. Die Belichtung und Besonnung einzelner Bereiche sind nicht gesondert beschrieben; angesichts der tiefen, komplexen Gebäudestruktur und der Vielzahl von An- und Hinterbauten ist jedoch von einer uneinheitlichen Grundriss- und Belichtungssituation auszugehen.

Der bauliche Zustand ist stark vernachlässigt und abbruchreif. Genannt werden schadhafte Dachflächen und Dachentwässerungen, stark beschädigte Fassaden, schlechte Balkonzustände, verbreitete Feuchtigkeit, beschädigte Fenster und Außentüren, verwitterte Holzfenster, teilweise demontierte Installationen und Heizkörper, beschädigte Abhangdecken sowie überalterte oder beschädigte Sanitärausstattungen. Zudem sind erhebliche Mengen Hausrat, Inventar und Unrat vorhanden. Die weitere Wertermittlung erfolgte deshalb unter Ansatz einer alsbaldigen Freilegung durch Abbruch.

Weitere Gebäude

Zu den wertrelevanten weiteren Gebäudeteilen gehören die beiden rückwärtigen Hinterhäuser, der seitliche Anbau sowie der zweigeschossige Wintergarten. Der Anbau nimmt im Erdgeschoss ein ehemaliges Ladenlokal und drei Garagen auf; er wurde ebenso wie die Hinterhäuser im Zuge mehrerer Umbauphasen erweitert und ist Teil des insgesamt abbruchreifen Gebäudebestands. Auch diese Bauteile befinden sich in stark vernachlässigtem Zustand und werden nicht mehr als wirtschaftlich sinnvoll nutzbar angesehen.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Objekt seit Jahren ungenutzt bzw. leerstehend.

Grundbuch

Amtsgericht
Gemarkung Rolandswerth Flur 4 Flurstück 146/2, Gebäude- und Freifläche, Mainzer Straße 22,24, 1665 m²,
Blatt
613

Gläubiger

www.versteigerungspool.de

Anhänge (1)

Quelle: zvg-portal.de · Daten der amtlichen Veröffentlichung der Justizportale des Bundes und der Länder. Letzte Aktualisierung im Portal: 14.08.2026, 09:40 Uhr.