ZWANGSVERSTEIGERUNGSANWALT.DE

Zurück zur Liste

Versteigerungstermin

2 K 5/26

Amtsgericht Rockenhausen

12345

Termin

Datum
07.10.202609:00 Uhr
Verkehrswert
125.000 €
Art der Versteigerung
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Ort der Versteigerung
Sitzungssaal 1, Amtsgericht Rockenhausen, Kreuznacher Straße 37, 67806 Rockenhausen

Mittwoch, 07. Oktober 2026, 09:00 Uhr

Objekt

Typ
Einfamilienhaus
Lage
Friedhofstraße 6, 67814 Jakobsweiler
Beschreibung
Eingetragen im Grundbuch von Jakobsweiler Gemarkung Flur, Flurstück Wirtschaftsart u. Lage m² Blatt BV 3    Jakobsweiler 1435/1 Gebäude- und Freifläche Landwirtschaftsfläche Friedhofstraße 6 499 456    |   Objektbeschreibung: Gem. Gutachten handelt es sich um ein mit einem zweigeschossigen, teilunterkellerten, freistehenden Einfamilienhaus mit nicht ausgebauten Dachgeschoss bebautes Grundstück mit zweigeschossigem Anbau, Garage und Scheune. Der bauliche Zustand ist ausweislich des Gutachtens insgesamt schlecht. Wohnfläche ca. 129 m². Verkehrswert: 125.000,00 €     Beschlagnahme: 28.01.2026   Nähere Informationen unter www.versteigerungspool.de ca. 4 Wochen vor dem Versteigerungstermin.   Aufforderung:   Rechte, die zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuch nicht ersichtlich waren, sind spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebotes nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Anspruch des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden.   Wer ein Recht hat, das der Versteigerung des Grundstücks oder des nach § 55 ZVG mithaftenden Zubehörs entgegensteht, wird aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt.   Hinweis:   Es ist zweckmäßig, bereits drei Wochen vor dem Termin eine genaue Berechnung der Ansprüche an Kapital, Zinsen und Kosten der Kündigung und der die Befriedigung aus dem Grundstück bezweckenden Rechtsverfolgung mit Angabe des beanspruchten Ranges schriftlich einzureichen oder zu Protokoll der Geschäftsstelle zu erklären. Dies ist nicht mehr erforderlich, wenn bereits eine Anmeldung vorliegt und keine Änderungen eingetreten sind. Die Ansprüche des Gläubigers gelten auch als angemeldet, soweit sie sich aus dem Zwangsversteigerungsantrag ergeben.
Zusammenfassung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein freistehendes, zweigeschossiges, teilunterkellertes Einfamilienhaus mit nicht ausgebautem Dachgeschoss, zweigeschossigem Anbau, Garage und Scheune.

Ausstattung
  • Dachform und Dachdeckung: Haupthaus mit Sattel- bzw. Giebeldach und Dachziegeldeckung; Scheune mit Satteldach und ziegelgedeckter Dachhaut

  • Heizung & Warmwasser: keine zentrale Heizungsanlage; dezentrale Einzelöfen als Festbrennstofföfen, zusätzlich Werkstattofen in separatem Raum sowie elektrische Infrarotheizpaneele; Warmwasser über elektrische Durchlauferhitzer und Elektroboiler

  • Elektroinstallation: durchschnittliche, teils überalterte Ausstattung; je Raum ein Lichtauslass und mehrere Steckdosen; Telefonanschluss; Zählerschrank mit Kippsicherungen und FI-Schutzschalter; teilweise offene Unterputzdosen, unvollständige Installationen und sichtbare Leitungsführungen

  • Fenster: Kunststofffenster mit Doppelverglasung; innere Fensterbänke teils aus Kunststein, teils gefliest; äußere Fensterbänke aus Kunststein

  • Sanitärausstattung: Bad im Erdgeschoss mit eingebauter Wanne, WC und Handwaschbecken, in überalterter Ausstattung; Bad im Obergeschoss mit Dusche, WC und Handwaschbecken, teils begonnen bzw. nicht vollständig fachgerecht fertiggestellt

  • Böden: einfaches Laminat und Fliesen, unter anderem in Wohnräumen, Küche, Fluren und Bädern; teils mit Verformungen, offenen Übergängen und provisorischen Unterbauten

Weitere Hinweise

Besichtigung:

Das Objekt wurde am 16.03.2026 vollständig innen und außen besichtigt. Die Bewertung beruht im Wesentlichen auf der Ortsbesichtigung und vorhandenen Grundbuch-, Kataster- und Marktdaten, da keine Bauunterlagen und keine Archivunterlagen zum Gebäude vorlagen.

Gebäude

Das Wohngebäude ist ein freistehendes, ausschließlich zu Wohnzwecken genutztes Einfamilienhaus in Massivbauweise mit teilweiser Unterkellerung, zwei Vollgeschossen, nicht ausgebautem Dachgeschoss sowie einem zweigeschossigen Anbau. Das Baujahr des Haupthauses wurde mangels Unterlagen auf etwa 1900 geschätzt, der Anbau auf etwa 1960. Die Brutto-Grundfläche beträgt insgesamt rund 320,27 m², davon entfallen etwa 284,27 m² auf das Bestandsgebäude und 36,00 m² auf den Anbau. Die Wohnfläche wurde mit rund 129,07 m² ermittelt.

Die Raumaufteilung umfasst im Kellergeschoss einen Nutzkeller. Im Erdgeschoss befinden sich ein unbeheizter Vorraum, Diele, Zimmer, Wohnraum, Essbereich, Küche und Bad. Im Obergeschoss sind Flur, Abstellraum, Zimmer, ein weiterer Wohnraum sowie ein Bad vorhanden. Das Dachgeschoss dient als Speicher. Die Grundrissgestaltung ist für das Baualter typisch, jedoch wirtschaftlich nachteilig; insbesondere sind gefangene Räume vorhanden. Hinzu kommen geringe Raumhöhen im Obergeschoss von nur etwa 2,13 bis 2,15 m. Belichtung und Besonnung wurden als gut bis ausreichend beurteilt.

Konstruktiv bestehen Bruchsteinmauerwerk im Keller, Mauerwerkswände, Holzbalkendecken, eine einfache Holztreppe und ein Holzdach mit Sattel- bzw. Giebeldachform und Ziegeldeckung. Das Dachgeschoss ist begehbar und besitzt grundsätzlich Ausbaupotenzial. Modernisierungen wurden nur in geringem Umfang und uneinheitlich vorgenommen; einzelne Maßnahmen blieben unvollendet oder wurden handwerklich mangelhaft ausgeführt. Erkennbar sind modernisierte Kunststofffenster, begonnenes Bad im Obergeschoss sowie leichte Renovierungsansätze.

Der bauliche Zustand ist insgesamt schlecht. Festgestellt wurden unter anderem großflächige Fassaden- und Putzschäden, Rissbildungen, unsachgemäße Fensteranschlüsse, Feuchtigkeit und Ausblühungen im Keller, korrodierte Stahlträger, Putz- und Innenwandschäden, offene oder unvollständige Elektroinstallationen, mangelhafte Bodenaufbauten, beschädigte Anschlussdetails sowie provisorische Ausführungen im Innenbereich. Eine zentrale Heizungsanlage ist nicht vorhanden. Denkmalschutz besteht nicht.

weitere Gebäude

Zur wirtschaftlichen Einheit gehört eine nicht unterkellerte Scheune, die als Kaltlager sowie Abstell- und Lagerfläche genutzt wird. Das Baujahr wurde auf etwa 1900 geschätzt. Es handelt sich um eine traditionelle Mischbauweise mit Außenwänden aus Bruch- und Naturstein, großvolumigem unbeheiztem Innenraum und überwiegend ungeputzten Wandflächen. Die Brutto-Grundfläche beträgt rund 93,75 m².

Die Scheune weist ein ziegelgedecktes Satteldach auf und befindet sich ebenfalls in schlechtem baulichem Zustand. Festgestellt wurden deutlich korrodierte Stahlträger, Feuchteflecken und Unregelmäßigkeiten an Holzbauteilen, provisorische Abstützungen im Innenraum sowie weitere Substanz- und Unterhaltungsdefizite. Die Restnutzungsdauer wurde nur noch kurz eingeschätzt.

Nutzung:

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Objekt leerstehend.