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Versteigerungstermin

2 K 29/24

Amtsgericht Mayen

123

Termin

Datum
23.09.202614:00 Uhr
Verkehrswert
Art der Versteigerung
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Ort der Versteigerung
Amtsgericht Mayen, Saal 220

Mittwoch, 23. September 2026, 14:00 Uhr

Objekt

Typ
Wohn-/Geschäftshaus
Lage
Hauptstraße 14, 56759 Virneburg
Beschreibung
Es handelt sich laut Gutachten um ein mit einem Wohnhaus bebautes Grundstück in zentraler Ortslage von 56759 Virneburg (Hauptstraße 14). Das Grundstück ist mit zwei ursprünglich eigenständigen Wohnhäusern bebaut, deren ursprüngliche Baujahre nicht bekannt sind. Die beiden Gebäude wurden baulich miteinander verbunden und stellen sich zum Zeitpunkt der Ortsbesichtigung als eine funktionale Wohneinheit dar. Aufgrund des längeren Leerstandes besteht ein deutlicher Instandhaltungs- und Unterhaltungsstau. Zur weiteren detaillierten Objektbeschreibung (insbes. Bauplanungsrecht, Bauordnungsrecht, öffentliche Lasten, Konstruktionsart, Modernisierung, besondere Bauteile, Baumängel/ Bauschäden, besondere wertbeeinflussende Umstände, Nutzfläche und Raumaufteilung, Zubehör, Gewerbe, Altlasten, Nebengebäude und Außenanlagen) wird auf den Gesamtinhalt des Gutachtens verwiesen.   Der Versteigerungsvermerk ist am 11.10.2024 in das Grundbuch eingetragen worden.   Aufforderung:   Rechte, die zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuch nicht ersichtlich waren, sind spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebotes nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Anspruch des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden.   Wer ein Recht hat, das der Versteigerung des Grundstücks oder des nach § 55 ZVG mithaftenden Zubehörs entgegensteht, wird aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt.   Hinweis:   Es ist zweckmäßig, bereits drei Wochen vor dem Termin eine genaue Berechnung der Ansprüche an Kapital, Zinsen und Kosten der Kündigung und der die Befriedigung aus dem Grundstück bezweckenden Rechtsverfolgung mit Angabe des beanspruchten Ranges schriftlich einzureichen oder zu Protokoll der Geschäftsstelle zu erklären. Dies ist nicht mehr erforderlich, wenn bereits eine Anmeldung vorliegt und keine Änderungen eingetreten sind. Die Ansprüche des Gläubigers gelten auch als angemeldet, soweit sie sich aus dem Zwangsversteigerungsantrag ergeben.
Zusammenfassung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein mit einem Wohnhaus bebautes Grundstück.

Ausstattung

Ausstattung (Auszug/Aufzählung)

  • Zwei Satteldächer, Dacheindeckung mit Kunstschiefer (ggf. asbesthaltig), einfache Wärmedämmung

  • Zentralheizung auf Öl-Basis, Baujahr ca. 2015, Universalheizkörper mit Thermostatventilen

  • Warmwasserversorgung zentral über Heizungsanlage

  • Elektroinstallation technisch überaltert, Stromversorgung über Dachständer

  • Böden: Überwiegend Holzdielen in Wohn- und Schlafräumen, Fliesen in den Bädern

  • Fenster überwiegend Kunststofffenster mit Isolierverglasung (Baujahr 1997), teilweise Holzfenster einfach verglast, keine Rollläden

  • Einfache Holztüren, einfache Beschläge, Holzzargen, Hauseingangstür aus Holz

  • Sanitärausstattung: Wanne, Dusche, Waschbecken, WC, einfache/teilweise farbige Sanitärobjekte

  • Grundriss: individuell, verschachtelt, belichtet

  • Außenanlagen: vernachlässigt, teilweise nicht einsehbar (Schnee, Unrat)

Weitere Hinweise

Besichtigung

Das Objekt wurde am 29.01.2026 im Rahmen einer Ortsbesichtigung durch den Gutachter in Augenschein genommen. Die Gebäudebeschreibung basiert auf Eindrücken vor Ort sowie ergänzenden Unterlagen. Technische Anlagen wurden nicht auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft.

Gebäude

Das Grundstück ist mit zwei ursprünglich eigenständigen, inzwischen baulich vereinten Wohnhäusern bebaut, deren Ursprungsbaujahre vermutlich vor 1900 liegen. Spätere Umbauten und Modernisierungen führten zur heutigen Erscheinungsform als eine zusammenhängende, freistehende Wohneinheit ohne Unterkellerung und mit einem vollständig ausgebauten, jedoch sehr einfach gehaltenen Dachgeschoss. Das Haus umfasst Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss, die Gesamtnutzfläche beträgt laut Angabe ca. 275 m² Wohnfläche. Die Bruttogrundfläche beträgt 380 m².

Die Gebäude bestehen teilweise aus Massivbauweise (Mauerwerk und Bruchstein), teilweise aus Fachwerk. Die Decken sind überwiegend Holzbalkendecken, teilweise auch Trägerdecken aus Bims. Gegründet ist das Haus auf Streifenfundamenten. Die Außenwände und Innenwände bestehen ebenfalls aus einer Mischung von Mauerwerk und Fachwerk.

Die Fassade ist überwiegend verputzt und gestrichen, eine Seite wurde teilweise mit Naturschiefer verkleidet. Die Dächer bestehen aus zwei Satteldächern mit Kunstschiefer (möglicherweise asbesthaltig) eingedeckt, einer einfachen Wärmedämmung und Dachrinnen aus Zinkblech.

Seit 1997 wurden überwiegend neue Kunststofffenster mit Isolierverglasung eingebaut, teilweise gibt es noch einfach verglaste Holzfenster. Die Heizungsanlage, eine Ölzentralheizung (Buderus G124), stammt vermutlich aus dem Jahr 2015; die Warmwasserversorgung erfolgt zentral. Die gesamte Haustechnik, inklusive Elektro- und Sanitärinstallationen, ist von einfachem Standard teils technisch überaltert und im Rahmen der Bewertung als erneuerungsbedürftig eingestuft.

Der Erhaltungszustand des Gebäudes ist mäßig, es besteht ein erheblicher Instandhaltungsstau, insbesondere sind wiederholt Feuchtigkeitsschäden (vor allem im Dachbereich) sowie Rissbildungen in den Wänden festzustellen. Im Dachstuhl zeigt sich ein vermutlich aktiver Schädlingsbefall (Holzwurm/Anobium). Die energetische Ausstattung entspricht nicht heutigen Anforderungen. Zu den Räumlichkeiten zählen Wohn- und Schlafräume mit Holzdielen, Bäder mit Fliesenböden und einfacher Sanitärausstattung (teils farbige Objekte). Die Raumaufteilung ist individuell und für das Baujahr typisch verschachtelt. Die Belichtung wird als ausreichend bewertet.

Die Außenanlagen (Wege, mögliche Nebengebäude, Gartenanteile) sind ungepflegt, vernachlässigt und teilweise mit Unrat zugestellt. Die Versorgungs- und Entwässerungsanlagen bestehen vermutlich vom Haus bis zur Grundstücksgrenze, Details sind unbekannt.

Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Gebäude leerstehend.

Anhänge (5)

Quelle: zvg-portal.de · Daten der amtlichen Veröffentlichung der Justizportale des Bundes und der Länder. Letzte Aktualisierung im Portal: 16.06.2026, 08:49 Uhr.