Termin
Freitag, 07. August 2026, 09:15 Uhr
Objekt
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Grundstück bebaut mit einem Zweifamilienhaus, zweigeschossig, unterkellert, und einem Werkstatt-/Lagergebäude.
Dachform und -deckung: Sattel-/Giebeldach, Ziegel; Werkstatt: Pultdach mit Wellasbestzementplatten (ungedämmt)
Heizung: Zwei Gas-Etagenheizungen (EG: 1993, OG: 2010), Durchlauferhitzer (Gas, tlw. 2010/2011) für Warmwasser
Elektroinstallation: Einfache und teils technisch veraltete Elektroausstattung im Wohnhaus, auf Putz verlegt, wenige Steckdosen; Werkstatt mit veralteter, auf Putz verlegter Elektrik mit Starkstromanschluss
Böden: Laminat, Fliesen, Mosaikparkett (einfache Ausführung); Industrieboden in der Werkstatt
Fenster: Im Wohnhaus hauptsächlich Kunststoff-Doppelverglasung mit Rollläden; Werkstatt mit Holzfenstern, Einfachverglasung
Sanitärausstattung: Bäder mit Einbauwanne, WC und Handwaschbecken, einfache Ausstattung
Sonstiges: Fliesenbelag Balkone, einfache Kunststoffrollläden, Hauseingangstüren aus Holz bzw. Metall
Besichtigung
Das Objekt wurde am 27.06.2025 vollständig von innen und außen besichtigt; die Bewertung basiert auf der Inaugenscheinnahme und vorliegenden Unterlagen (Baupläne, Katasterauszug, behördliche Auskünfte). Fotos vom Inneren wurden zwar erstellt, deren Veröffentlichung aber nicht genehmigt.
Gebäude
Das Hauptgebäude ist ein zweigeschossiges, teilunterkellertes Zweifamilienwohnhaus mit nicht ausgebautem Dachgeschoss und seitlichem Anbau. Das ursprüngliche Baujahr des Wohnhauses ist 1934, wobei im Jahr 1959 eine Kernsanierung mit weitgehender Erneuerung der Grundmauern erfolgte. Als gewogenes Baujahr wird 1952 angesetzt. Ein Anbau erfolgte 1962. Die Gebäudestruktur besteht aus Massivbauweise mit Stampfbetonkeller, Bimsbetonwänden, Holzbalken- und Massivdecken sowie einem Sattel-/Giebeldach mit Ziegeldeckung. Eine Zwischensparrendämmung des Daches wurde 2017 nachgerüstet.
Das Erdgeschoss beherbergt Diele, Bad, Wohn-/Esszimmer, Küche und Schlafzimmer. Im Obergeschoss sind Diele, Bad, drei Zimmer (teils Durchgangszimmer), Küche mit Essbereich vorhanden. Der Grundriss entspricht überwiegend dem Baualter; einzelne Änderungen wurden durchgeführt (z.B. Umbau/Teilung von Räumen). Das Dachgeschoss ist nicht ausgebaut, aber potenziell ausbaufähig.
Der Zustand des Wohnhauses ist dem Alter entsprechend; es besteht Renovierungs- und Modernisierungsstau, insbesondere bei Ausstattung, technischen Einrichtungen und energetischem Standard. Feuchtigkeitsschäden wurden im Keller und im Bad des Obergeschosses festgestellt. Der allgemeine Pflegezustand ist brauchbar, es besteht Unterhaltungsstau.
Werkstatt-/Lagergebäude
Das freistehende, zweigeschossige und unterkellerte Werkstatt-/Lagergebäude wurde 1967 errichtet und war ursprünglich für einen Heizungs- und Sanitärbetrieb vorgesehen. Es befindet sich im baulich und technisch veralteten Originalzustand und weist erhebliche Feuchtigkeits- und Bauschäden (Dach, Außenwand) auf. Das Gebäude wird dem Markt nicht als werterhöhend angerechnet, ein Rückbau wäre für Eigennutzer eine sinnvolle Option. Ein nachhaltiges Nutzungskonzept ist aufgrund der Bausubstanz und der eingeschränkten Nachfragesituation nicht gegeben.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das gesamte Wohnhaus an eine Partei vermietet. Die Werkstatt wird nicht gesondert vermietet oder genutzt.
Anhänge (1)
Quelle: zvg-portal.de · Daten der amtlichen Veröffentlichung der Justizportale des Bundes und der Länder. Letzte Aktualisierung im Portal: 28.05.2026, 09:25 Uhr.


