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Versteigerungstermin

11 K 22/25

Amtsgericht Idar-Oberstein

1234567

Termin

Datum
09.11.202610:00 Uhr
Verkehrswert
380 €
Art der Versteigerung
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Ort der Versteigerung
Amtsgericht Idar-Oberstein, Saal 116

Montag, 09. November 2026, 10:00 Uhr

Objekt

Typ
Lfd. Nr. 1
Lage
unbebauter Wald, Lfd. Nr. 2: unbebaute Wiesenfläche, Lfd. Nr. 3: Einfamilienhaus m. angeb. Stall-Scheune, bebautes Grundstück: Schloßstraße 4, 55758 Sien
Beschreibung
Eingetragen im Grundbuch von Sien lfd.Nr.
Zusammenfassung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Einfamilienhaus (Flurstück 39/2). Des Weiteren gelangen eine Waldfläche (Flurstück 37) und eine Landwirtschaftsfläche (Flurstück 37/1) zur Versteigerung.

Weitere Hinweise

Besichtigung

Das Objekt wurde zum Wertermittlungsstichtag 20.08.2025 nur von außen (Straße, Nachbargrundstück) besichtigt, da keine Innenbesichtigung möglich war. Die Bewertung erfolgt daher überwiegend auf Basis einer Außenbesichtigung und vorliegender Unterlagen. Die unbebauten Grundstücke (Wiese und Wald) wurden zum Stichtag begangen und datenmäßig erfasst.


Gebäude

Das Einfamilienhaus ist ein zweigeschossiges, freistehendes Wohnhaus aus dem Baujahr 1810 (Einmeißelung im Mauerwerk), mit einem Anbau. Außen präsentiert sich das Gebäude zur Straßenseite im Erdgeschoss verputzt und gestrichen, das Obergeschoss mit Kunstschiefer verkleidet; die Giebelseite zeigt teilweise ausgemauertes, gestrichenes Fachwerk. Das Gebäude ist massiv mit Abschnitten aus Holzfachwerk ausgeführt. Fundamente und Keller konnten nicht abschließend geprüft werden, es wurde von Streifenfundament oder Bruchstein ausgegangen. Die Geschossdecken sind vermutlich als Holzbalkendecken ausgeführt.

Die Dachkonstruktion ist als Sattel- bzw. Giebeldach mit Schieferdeckung (Straßenseite) und einfacher Holzkonstruktion gestaltet, Dachrinnen und Fallrohre bestehen aus Zinkblech. Das Haus verfügt über einfache Fenster aus Kunststoff oder Holz (teils Doppelverglasung, teils Einfachverglasung, mit Sprossen, teils Klappläden) sowie über mindestens zwei Hauseingänge aus Holz.

Ein gemauerter, überdachter Freisitz mit Außenkamin ist zum Garten hin vorhanden. Umfang, Raumaufteilung und Grundriss konnten nicht festgestellt werden, ebensowenig Zustand der Innenausstattung, doch ist von veralteter, einfacher Ausführung und Sanierungsbedarf auszugehen. Keine wesentlichen äußeren Bauschäden erkennbar, allerdings mutmaßlicher allgemeiner Unterhaltungsstau und Renovierungsbedarf.

Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Wohnhaus vermutlich leerstehend. Es existieren keine Informationen zu einer aktiven Vermietung oder Eigennutzung.


Weitere Gebäude

Das angeb. Stall- und Scheunengebäude schließt sich einseitig an das Wohnhaus sowie eine Nachbargarage an, ist ebenso zweigeschossig und stammt ebenfalls aus 1810. Es wurde vermutlich nicht wesentlich modernisiert. Das Erdgeschoss des Nebengebäudes umfasst ehemalige Stallräume, eine Tenne und einen Garagenraum; das Obergeschoss steht als Lagerfläche zur Verfügung. Die Konstruktion besteht aus Massiv- und Bruchsteinmauerwerk sowie Holzfachwerk. Die Decken sind vermutlich aus Holzbalken gefertigt, Fenster überwiegend als einfache Metallrahmenfenster mit Einfachverglasung ausgeführt. Das Dach ist als nicht gedämmtes Sattel- oder Giebeldach mit Ziegeldeckung, Firstbereich aus Schiefer, gestaltet. Der bauliche Zustand wird als schlecht bewertet, mit erheblichem Unterhaltungsstau, Feuchtigkeitsschäden, Schädlingsbefall und mangelhafter statischer Festigkeit.

Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Stall-/Scheunengebäude leerstehend bzw. ungenutzt.


Grundstück

Das bebaute Grundstück umfasst 1.799 m² (Flur 8, Flurstück 39/2). Die Straßenfront beträgt ca. 28 m bei einer mittleren Tiefe von 49 m. Das Gelände ist unregelmäßig zugeschnitten und teilweise hangig, mit Nordausrichtung. Die Erschließung umfasst Strom, Trinkwasser, Kanal- und Telefonanschluss. Außengelände mit ungepflegten Pflanzungen, Einfriedung durch Hecke, Zaun und Mauer, gepflasterter Bereich und kleine Terrasse vorhanden.

Zwei weitere unbebaute Grundstücke:

  • Flur 8, Flurstück 37/1: 500 m², Wiese, als Pferdeweide genutzt, dreieckiger Zuschnitt, Ortsrand, Grasflächen, gepflegter Zustand, keine Außenanlagen.

  • Flur 1, Flurstück 37: 422 m², Waldfläche, trapezförmig und eben, mit Eichen, Buchen und Birken, gepflegter Zustand, im Wasserschutzgebiet Zone III gelegen, keine Außenanlagen.

Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag wurde die Wiese als Pferdeweide (vermutlich durch Nachbarn) genutzt, das Waldgrundstück mutmaßlich eigengenutzt.


Anhänge (1)

Quelle: zvg-portal.de · Daten der amtlichen Veröffentlichung der Justizportale des Bundes und der Länder. Letzte Aktualisierung im Portal: 12.05.2026, 10:17 Uhr.