Termin
Mittwoch, 15. Juli 2026, 09:00 Uhr
Objekt
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein gemischt genutztes Gebäude, bestehend aus einem ehemaligen Weingut, Wohnhaus, Gästehaus und Mehrzweckhalle.
Satteldach mit 45° Neigung, Dacheindeckung aus Kunstschiefer, mehrere Giebelgauben, verschieferte Kamine
Massive Außenwände (Sockel aus Bruchstein, Obergeschosse aus Bimsstein, verputzt)
Innenputz aus Kalkmörtel, Anstriche in Binderfarbe
Stahlbetontreppen und -decken, Fußböden vermutlich Kunststoff und Parkett
Zentral-Ölheizung, Heizöltank im Keller
Fenster aus Marantiholz
Hauseingangstür aus Eisen mit Glaseinsatz
Sanitärausstattung und Kücheninstallation im Detail unbekannt, vermutlich im Standard der Errichtungszeit
Abwasseranschluss an Ortskanal
Besichtigung
Das Objekt wurde am 13.11.2024 ausschließlich von außen besichtigt, da der Zutritt zum Gebäude nicht möglich war. Die Bewertung erfolgte daher unter Auswertung vorhandener Bauakten und Planunterlagen sowie einer Außenbegutachtung.
Gebäude
Das Objekt besteht aus einem einseitig angebauten Wohnhaus mit angeschlossenem Wirtschaftsgebäude und Weinkeller. Das Gebäudeensemble wurde ca. 1969 errichtet. Es liegen keine Erkenntnisse über Modernisierungen vor. Das Wohnhaus erstreckt sich über Kellergeschoss, Erdgeschoss, 1. Obergeschoss und ausgebautes Dachgeschoss, die an ein ehemaliges Weingutsgebäude (mit historischem Weinkeller) sowie eine Mehrzweckhalle anschließen. Das Gebäude verfügt über eine Wohnfläche von ca. 276 m² (EG, OG, DG) und ca. 109 m² Nutzfläche im Kellerbereich.
Im Erdgeschoss finden sich: Diele mit Windfang, Abstellraum, Garderobe, Gäste-WC, Küche, Wirtschaftsraum, Wohnstube, Wohnzimmer mit Terrasse und ein zweiläufiges Treppenhaus. Das 1. Obergeschoss verfügt über Flur, Abstellraum, mehrere Schlafzimmer (teilw. mit Balkon), Badezimmer. Das Dachgeschoss beinhaltet Gästezimmer, Flur und Bad, Trockenraum. Die Räumlichkeiten im Wirtschaftsgebäude umfassen insbesondere Flächen für den Weinkeller (160 m²), Bansen-/Lagerraum im 1. OG (ca. 163 m²), und einen Allzweckraum im EG.
Die Grundrissgestaltung ist zeittypisch für das Baujahr. Die Belichtung und Besonnung wird als ausreichend bewertet. Die Außenansicht zeigt ein massiv errichtetes Gebäude mit verputzter und gestrichener Fassade, Giebeldach mit Kunstschiefereindeckung (Dachneigung ca. 45°), mehreren Giebelgauben und verschieferten Kaminen. Der Zugang ist nicht barrierefrei.
Das Gebäude ist nicht denkmalgeschützt. Es gibt eine Grunddienstbarkeit (Grenzbebauung) zugunsten eines Nachbargrundstücks.
Grundstück
Das Grundstück ist unförmig und zwölfeckig, etwa 28,5 m Straßenfront und knapp 43 m mittlere Tiefe umfassend, mit einer Gesamtgröße von 1.234 m². Es ist ortsüblich erschlossen, baureifes Land und gesichert über die "Unterstraße". Die Flächen sind als gemischte Baufläche im Flächennutzungsplan ausgewiesen und liegen im unbeplanten Innenbereich nach § 34 BauGB. Der Baugrund ist gewachsen und augenscheinlich tragfähig, Erdgeschoss und Außenbereich sind befestigt und eingefriedet. Im Gutachten wurden keine Einträge zu Altlasten oder Baulasten festgestellt.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Objekt offensichtlich leerstehend. Miet- oder Pachtverhältnisse sind nicht bekannt oder aktenkundig.
Anhänge (1)
Quelle: zvg-portal.de · Daten der amtlichen Veröffentlichung der Justizportale des Bundes und der Länder. Letzte Aktualisierung im Portal: 29.04.2026, 10:07 Uhr.

