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Versteigerungstermin

2 K 15/25

Amtsgericht Rockenhausen

123

Termin

Datum
29.07.202609:00 Uhr
Verkehrswert
1.600 €
Art der Versteigerung
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Ort der Versteigerung
Amtsgericht Rockenhausen, Kreuznacher Straße 37, 67806 Rockenhausen, Sitzungssaal 1

Mittwoch, 29. Juli 2026, 09:00 Uhr

Objekt

Typ
Mehrfamilienhaus
Lage
Bergstraße 8, 67808 Ruppertsecken
Beschreibung
Eingetragen im Grundbuch von Ruppertsecken lfd.Nr. Gemarkung Flur, Flurstück Wirtschaftsart u. Lage m² Blatt 1 Ruppertsecken 141/6 Gebäude- und Freifläche Bergstraße 8 19 572 BV 4 2 Ruppertsecken 141/8 Gebäude- und Freifläche Burgwald 9 318 572 BV 5   Ruppertsecken 141/9 Gebäude- und Freifläche Bergstraße 8 415 572 BV 5   |   Lfd. Nr. 1 = BV 4, Fl.St. 141/6 Gem. Gutachten handelt es sich um rückwärtig gelegenes, kleines dreieckförmiges Grundstück, das nur über das vorderliegende Flurstück 141/9 erreichbar ist. Verkehrswert: 1.600,00 €       Lfd. Nr. 2 = BGV 5, Fl.St. 141/8 und 141/9 Das Flurstück 141/9 ist gem. Gutachten mit einem 3-Familienhaus mit Doppelgarage bebaut; das Flurstück 141/8 ist mit einem 2-Familienhaus bebaut. Verkehrswert: 473.400,00 €     Die Flurstücke 141/9 und 141/6 bilden ausweislich des Gutachtens eine wirtschaftliche und baurechtliche Einheit.   Der Versteigerungsvermerk ist am 13.03.2025 in das Grundbuch eingetragen worden.   Beschlagnahme: 12.03.2025   Nähere Informationen unter www.versteigerungspool.de ca. 4 Wochen vor dem Versteigerungstermin.   Aufforderung:   Rechte, die zur Zeit der Eintragung des Versteigerungsvermerks aus dem Grundbuch nicht ersichtlich waren, sind spätestens im Versteigerungstermin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des geringsten Gebotes nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Anspruch des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden.   Wer ein Recht hat, das der Versteigerung des Grundstücks oder des nach § 55 ZVG mithaftenden Zubehörs entgegensteht, wird aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einstweilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Versteigerungserlös an die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt.   Hinweis:   Es ist zweckmäßig, bereits drei Wochen vor dem Termin eine genaue Berechnung der Ansprüche an Kapital, Zinsen und Kosten der Kündigung und der die Befriedigung aus dem Grundstück bezweckenden Rechtsverfolgung mit Angabe des beanspruchten Ranges schriftlich einzureichen oder zu Protokoll der Geschäftsstelle zu erklären. Dies ist nicht mehr erforderlich, wenn bereits eine Anmeldung vorliegt und keine Änderungen eingetreten sind. Die Ansprüche des Gläubigers gelten auch als angemeldet, soweit sie sich aus dem Zwangsversteigerungsantrag ergeben.
Zusammenfassung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein 3-Familienhaus mit Doppelgarage (Flurstück 141/9), ein 2-Familienhaus (Flurstück 141/8) sowie ein rückwärtiges, kleines dreieckförmiges Grundstück (Flurstück 141/6), das nur über das vorderliegende Flurstück 141/9 erreichbar ist. Die Flurstücke 141/9 und 141/6 bilden eine wirtschaftliche und baurechtliche Einheit.

Ausstattung
  • Satteldächer (beide Hauptgebäude) mit Betondachsteinen

  • Doppelgarage mit Flachdach und gefliester Terrasse

  • Ölzentralheizung im Dreifamilienhaus (Platten/Rippenheizkörper, ca. 15 Jahre alt, zentrale Warmwasserbereitung)

  • Gas-Etagenheizungen (Gaskombithermen, Flüssiggastank) im Zweifamilienhaus

  • Fenster aus isolierverglastem Kunststoff bzw. Holz (Dachflächenfenster teils defekt)

  • Rolläden (vorwiegend Kunststoff)

  • Sanitärausstattung: Bäder überwiegend raumhoch gefliest, Badewanne, Dusche (variiert je Wohneinheit), Standardqualität, in Teilen modernisiert; Gäste-WC vorhanden

  • Böden: Laminat und Fliesen in Wohnbereichen, Fliesenspiegel in Küchen, Estrich in Kellerbereichen

  • Elektroinstallation: zeitgemäß, mit Klingel/Sprechanlage und Türöffner

  • Türen: überwiegend Holztüren, teils Aluminium-Hauseingangstüren

  • Außenanlagen: betonierte Zufahrten, Stützmauern, Naturgarten mit Rasen/Hecken, einfache Begrenzungen


Weitere Hinweise

Besichtigung

Das Objekt wurde am 05.06.2025 im Rahmen eines Ortstermins besichtigt. Die Bewertung erfolgte auf Grundlage eigener Augenscheinseinnahme, Bauplänen, Flurkarten und ergänzender Unterlagen. Das Zweifamilienhaus konnte nur teilweise (im Erdgeschoss) besichtigt werden.


Gebäude: Dreifamilienhaus

Das Gebäude ist freistehend und massiv gebaut, Ursprung um 1920 (ggf. später aufgestockt, wesentliche Erneuerungen/Anbauten um 1970 und 1994). Es umfasst zwei Vollgeschosse und ein ausgebautes Dachgeschoss sowie einen überwiegend unterkellerten Unterbau. Pro Geschoss befindet sich jeweils eine abgeschlossene Wohneinheit mit insgesamt ca. 245 m² Wohnfläche (EG ca. 103 m², OG ca. 87 m², DG ca. 55 m²). Zum Haus gehört eine angebundene Doppelgarage mit Flachdachterrasse.

Die Grundrissgestaltung ist individuell, jedoch teilweise mit eingeschränkter Nutzbarkeit (gefangene Zimmer, große Fluranteile). Die Belichtung ist als gut zu bewerten, sämtliche Wohnräume sind belichtet und nach mehreren Himmelsrichtungen orientiert.

Das Dach ist als Satteldach mit Betondachsteinen ausgeführt, die Wärmedämmung erfüllt keinen modernen Standard. Außenwände sind teils Sandstein (im Kellergeschoss), teils neueren Ursprungs. Fenster sind vorwiegend isolierverglast (Kunststoff, teilweise Dachflächenfenster aus Holz), mit Kunststoffrollläden. Die Heizungsanlage ist eine 15 Jahre alte Ölzentralheizung (Platten- und Rippenheizkörper, zentrale Warmwasserversorgung). Es bestehen teils größere Baumängel und ein mittlerer Unterhaltungsstau: u.a. Feuchteschäden im Sockel/Keller, Sanierungsbedarf an Bädern und Böden sowie Terrassen und deutliche Gebrauchsspuren an Türen und Oberflächen. Modernisierungen: Anbau Treppenhaus (ca. 1994), Anbau Garage (ca. 1972), einzelne Bäder modernisiert.

Energieverbrauchsausweis liegt nicht vor, energetischer Zustand ist baujahrstypisch schlecht. Das Gebäude ist überwiegend leerstehend, nur das Dachgeschoss ist vermietet.


Gebäude: Zweifamilienhaus

Das Gebäude ist freistehend, nicht unterkellert, und wurde um 1994 errichtet. Es verfügt über ein ausgebautes Dachgeschoss, eine rechteckige Grundform mit teilweise hervorgehobenem Erker und bietet auf zwei Etagen ca. 163 m² Wohnfläche (EG ca. 88 m², DG ca. 75 m²). Es existieren insgesamt zwei abgeschlossene Wohnungen, jeweils mit drei Zimmern, Küche und Bad. Dem EG ist eine überdachte Terrasse zugeordnet, das OG verfügt über einen Balkon.

Die Konstruktion ist massiv (Bodenplatte/Betonfundament, Mauerwerkswände, Stahlbetondecken), Fenster überwiegend aus Holz (teils Kunststoff), mit Marmor- bzw. Blechfensterbänken, Böden sind in den Bädern/Fluren mit Fliesen, Wohnräumen teils Laminat. Die Wärmeversorgung erfolgt über Gas-Etagenheizungen (Flüssiggastank in Fremdeigentum), Warmwasserbereitung ebenfalls zentral über Gaskombitherme.

Das Gebäude weist altersübliche Gebrauchsspuren und einen mäßigen Unterhaltungsstau auf, u.a. gerissene Fliesen, verwitterte Haustür und gemeldete Defekte an Dachflächenfenstern. Die Grundrissgestaltung ist zeittypisch, individuell und überwiegend zweckmäßig nutzbar. Belichtung/Besonnung: gut.

Das Gebäude ist komplett vermietet.


Weitere Gebäude/Nebengebäude

  • Doppelgarage (massiv, Flachdach, Boden betoniert, Terrassenfläche gefliest)

  • Schuppen in einfacher Bauweise


Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Dreifamilienhaus überwiegend leerstehend, nur das Dachgeschoss war vermietet. Das Zweifamilienhaus war vollständig vermietet.


Grundbuch

Amtsgericht
Ruppertsecken
Blatt
572

Gläubiger

Verbandsgemeinde Nordpfälzer Land