Termin
Dienstag, 12. Januar 2027, 14:30 Uhr
Objekt
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Eckgrundstück mit zweigeschossigem Wohnhaus und zweigeschossigem Anbau. Das Objekt ist nicht bewohn- oder vermietbar und steht vermutlich seit ca. 35 Jahren leer.
Besichtigung:
Das Objekt wurde am 24.10.2025 ausschließlich von außen besichtigt; ein Zutritt zum Wohnhaus und zum Grundstück war nicht möglich. Das Objekt konnte daher nur nach äußerem Eindruck sowie anhand vorliegender Unterlagen, insbesondere Bauakte und Kartenwerke, bewertet werden.
Gebäude
Bei dem Hauptgebäude handelt es sich um ein freistehendes, ehemaliges Wohnhaus in Massivbauweise, vermutlich aus der Zeit vor 1900. Es ist zweigeschossig, augenscheinlich voll unterkellert und mit einem Satteldach versehen. Rückseitig schließt ein ebenfalls zweigeschossiger Anbau an; dieser ist vermutlich nicht unterkellert und im Dachbereich nur teilweise überdeckt, im Übrigen ohne Dach. Das Dachgeschoss des Haupthauses ist nach den Feststellungen vermutlich nicht zu Wohnzwecken ausgebaut. Das Gebäude steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.
Die Fassade war ursprünglich verputzt; zum Besichtigungszeitpunkt fehlte der Putz teilweise großflächig, sodass darunterliegendes Bruchsteinmauerwerk sichtbar war. Die Umfassungswände bestehen aus Bruchsteinmauerwerk, die Innenwände vermutlich teilweise aus Fachwerk. Für die Geschossdecken wurden Holzbalkendecken angenommen, die bereits teilweise eingebrochen sind. Das Gebäude wurde augenscheinlich seit 1990 nicht modernisiert.
Eine belastbare innere Raumaufteilung konnte wegen fehlender Innenbesichtigung nicht festgestellt werden. Die überschlägig aus der Brutto-Grundfläche abgeleitete Wohnfläche des Haupthauses beträgt ca. 190 m², verteilt auf Erd- und Obergeschoss. Der Grundriss ist im Detail nicht bekannt; angesichts der Gebäudegröße und Zweigeschossigkeit ist von einer für ein älteres Wohnhaus typischen, eher konventionellen Struktur auszugehen.
Der bauliche Zustand ist schlecht. Das Objekt ist nach den Feststellungen seit etwa 35 Jahren unbewohnt und im vorgefundenen Zustand weder bewohn- noch vermietbar. Es bestehen erhebliche Schäden an Gebäudehülle und Innenausbau; das Dach ist undicht, im Bereich des Anbaus teilweise fehlend, und Geschossdecken sind teils eingestürzt. Eine umfassende Sanierung wäre erforderlich; die Wirtschaftlichkeit wurde im Gutachten jedoch verneint.
weitere Gebäude
Als weiterer wertrelevanter Gebäudeteil ist der rückseitige zweigeschossige Anbau vorhanden. Er weist eine Grundfläche von ca. 77,6 m² auf; die überschlägig ermittelte Nutzfläche beträgt ca. 54,3 m². Für den Anbau wurde im Gutachten nur eine künftige Nutzung als Abstellfläche oder gegebenenfalls Garagenbereich unterstellt. Der bauliche Zustand ist auch hier schlecht; insbesondere fehlt in Teilbereichen das Dach vollständig, sodass von erheblichen Witterungsschäden auszugehen ist.
Nutzung:
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Grundstück mit einem ehemaligen Wohnhaus samt Anbau bebaut; das Gebäude war unbewohnt und wegen seines schlechten baulichen Zustands nicht nutzbar bzw. nicht bewohnbar.
Grundbuch
Anhänge (1)
Quelle: zvg-portal.de · Daten der amtlichen Veröffentlichung der Justizportale des Bundes und der Länder. Letzte Aktualisierung im Portal: 07.10.2026, 11:47 Uhr.


