Termin
Dienstag, 20. Oktober 2026, 14:00 Uhr
Objekt
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein mit einem Einfamilienhaus mit teilweise ausgebautem Dachgeschoss sowie Schuppen bebautes Grundstück.
Dachform und Dachdeckung: Satteldach, ungedämmt, mit Ziegeleindeckung; Dachrinnen und Fallrohre aus Zinkblech
Heizung & Warmwasser: Gaszentralheizung, teilweise nach 1990 modernisiert; zusätzlich Feststoffbrennofen im Erdgeschoss; Warmwasser vermutlich über die Heizung
Elektroinstallation: überwiegend veraltet und unbrauchbar
Fenster: Kunststoff-Isolierglasfenster, Modernisierung um 1995
Außentüren: Kunststoff-Außentür, jedoch defekt
Sanitärausstattung: zwei Sanitärräume im Erdgeschoss; Sanitäreinrichtungen insgesamt als unbrauchbar oder nicht mehr vorhanden beschrieben
Böden:
Linoleum in Teilbereichen
Textilbeläge in Teilbereichen
Innenwände und Innentüren: Mauerwerk oder Fachwerk, überwiegend Röhrenspantüren
Deckenkonstruktion und Treppen: Holzbalkendecken, Holztreppe
Besichtigung:
Das Objekt wurde am 13.07.2024 vom Sachverständigen vollständig von Grundstück und Gebäude besichtigt. Die Bewertung stützt sich auf die Ortsbesichtigung, eigene Aufmaße sowie vorliegende Grundbuch-, Karten- und Behördenunterlagen.
Gebäude
Es handelt sich um ein freistehendes Einfamilienhaus, dessen Baujahr auf etwa 1900 geschätzt wird. Das Gebäude ist eingeschossig und verfügt über ein etwa halbseitig ausgebautes Dachgeschoss; eine Unterkellerung ist nicht vorhanden. Die Brutto-Grundfläche beträgt ca. 260 m², verteilt auf jeweils ca. 130 m² im Erd- und Dachgeschoss. Die Wohnfläche wurde mit ca. 128 m² ermittelt, davon ca. 88 m² im Erdgeschoss und ca. 40 m² im Dachgeschoss.
Im Erdgeschoss befinden sich drei Wohnräume, eine Küche, zwei Sanitärräume, Diele und Flur. Das Dachgeschoss umfasst einen Wohnraum, zwei Räume im Rohbau sowie einen Abstellraum. Die Grundrissgestaltung wird als unzeitgemäß beschrieben; sie ist teilweise kleinteilig und weist Durchgangszimmer auf. Das Gebäude ist nicht barrierefrei. Belichtung und Besonnung werden als ausreichend beurteilt.
Der Bauzustand ist stark mangelhaft. Der Innenausbau ist komplett unbrauchbar, es besteht hoher alters- und nutzungsbedingter Verschleiß. Festgestellt wurden unter anderem eine defekte Außentür, aufsteigende Wandfeuchte bis in den Wohnbereich, undichte Dachfenster mit Folgeschäden und Pilzbefall, defekte Dachentwässerung, Rissbildungen am Außenmauerwerk, starker Anobienbefall an sichtbaren Holzelementen im Dachgeschoss sowie teilweise Rohbauzustand einzelner Räume. Der Gutachter weist darauf hin, dass ein Befall mit Hausschwamm nicht ausgeschlossen werden kann. Modernisiert wurden nach Aktenlage bzw. Feststellungen lediglich Fenster und Außentür um 1995 sowie Teile der Heizungsanlage nach 1990.
weitere Gebäude
Auf dem Grundstück befinden sich zusätzlich Schuppen sowie eine Außentreppe. Die Schuppen wurden als baufällig, marode und abrissreif eingestuft; ihre Beseitigung wurde in der Wertermittlung mit einem gesonderten Abschlag berücksichtigt.
Nutzung:
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das Wohnhaus leerstehend.
Grundbuch
Gläubiger
Landgesellschaft Sachsen-Anhalt mbH, Große Diesdorfer Straße 56/57, 39110 Magdeburg Tel-Nr.: 0391/7361730
Anhänge (1)
Quelle: zvg-portal.de · Daten der amtlichen Veröffentlichung der Justizportale des Bundes und der Länder. Letzte Aktualisierung im Portal: 09.07.2026, 10:42 Uhr.

