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Versteigerungstermin

13 K 27/24

Amtsgericht Wittenberg

12345

Termin

Datum
29.06.202610:30 Uhr
Verkehrswert
175.000 €
Art der Versteigerung
Versteigerung im Wege der Zwangsvollstreckung
Ort der Versteigerung
Amtsgericht Wittenberg, Saal: 207

Montag, 29. Juni 2026, 10:30 Uhr

Objekt

Typ
Einfamilienhaus, Sonstiges
Lage
Lindenstraße 34/34 A, 06901 Kemberg
OT Bergwitz
Beschreibung
Beschreibung: Zwei Grundstücke (Resthofstelle), die als wirtschaftliche Einheit genutzt wurden  und seit Januar 2025 leer stehen. Grundstück laufende Nr. 1: Einfamilienhaus [ vermutlich um 1976 freistehend errichtet, ca. 147 m² Wohnfläche, KG, EG, voll ausgebautes DG mit Spitzboden ], ehemalige Scheune mit Waschhaus [ vermutlich um 1930 errichtet, Anbau des Waschhauses vermutlich um 1980, EG, teilweise Lagerboden ], Außen- und sonstige Anlagen. Erschlossen über Anliegerstraße „Lindenstraße“. Grundstück laufende Nr. 2: ehemaliger Stall mit Auszugshaus [ vermutlich um 1900 errichtet, EG u. DG ], ehemalige Scheune mit Hühnerstall [ vermutlich um 1930 errichtet, EG, teilweise Lagerböden, Teilunterkellerung ], Hundezwinger mit Garage [ vermutlich um 1950 errichtet, EG ], Außen- und sonstige Anlagen. An zwei Anliegerstraßen gelegen; Anschlüsse für Ver- und Entsorgungsleitungen ausschließlich auf Grundstück laufende Nr. 1.    Nähere Angaben zum Objekt finden Sie über den untenstehenden Link zur Internetseite des Amtsgerichts.
Zusammenfassung

Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um eine Resthofstelle mit einem Einfamilienhaus, mehreren Nebengebäuden (Scheunen, Stall, Waschhaus), Garage und Außenanlagen, auf zwei zusammenhängenden Grundstücken, die eine wirtschaftlich Einheit bilden.

Ausstattung
  • Satteldach (Wohnhaus), Gaube mit Bitumenpappe, Nebengebäude mit Dachsteinen/Welleternit

  • Gaszentralheizung (Wohnhaus, Keller), Warmwasserbereitung über Heizung

  • Wärmeabgabe über moderne Konvektorheizkörper mit Thermostatventil

  • Elektroinstallation unter und teilweise auf Putz, ausreichend Steckdosen und Auslässe

  • Fenster: isolierverglaste Kunststofffenster mit Rolläden, Kellerfenster aus Stahlrahmen einfach verglast

  • Sanitärausstattung: 2 Badezimmer (EG mit Dusche, DG mit Wanne), Wände gefliest, teilweise Handwaschbecken entfernt, Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschinenanschluss

  • Fußbodenbeläge: Fliesen, Laminat, Textil im Wohnbereich, Estrich und Ziegel im Keller/nebengebäuden

  • Türen: Hauseingangstüren aus Aluminium/Kunststoff oder Holz, Innentüren Kunststoff bzw. Holztüren

  • Küchenbereich im EG mit Fliesenspiegel und vorbereitetem Elektroherdanschluss


Weitere Hinweise

Besichtigung

Das Objekt wurde am 15.04.2025 besichtigt. Die Besichtigung erfolgte innen und außen, jedoch konnten einige Bereiche (z. B. der Spitzboden und Teile des Nebengebäudes) aufgrund versperrter Zugänge nicht betreten werden. Die Bewertung basiert auf Inaugenscheinnahme und vorliegenden Unterlagen, ohne zerstörende Untersuchungen oder Funktionsprüfungen der technischen Anlagen.


Gebäude (BV Nr. 1)

Das Hauptgebäude ist ein freistehendes, unterkellertes Einfamilienhaus aus etwa 1976. Es besteht aus Kellergeschoss, Erdgeschoss und einem voll ausgebauten Dachgeschoss mit Spitzboden. Die Bauweise ist massiv; Fassade teils mit Kunststoffplatten und teilweise verputzt, Modernisierungen erfolgten um 1995 (Fassade/Fenster) und um 2020 (Innenausbau, Gaubeneinbau). Die Wohnfläche beträgt ca. 147 m², verteilt auf 4 Zimmer, eine Wohnküche, zwei Bäder, Hauswirtschaftsraum, Windfang und Diele. Der Grundriss ist funktional und gut belichtet, die Zimmer und Nebenräume sind direkt begehbar. Ein barrierefreier Zugang ist nicht gegeben. Das Dach ist ein Satteldach mit Pultdachgaube, die Dacheindeckung erfolgt mit Dachsteinen bzw. Bitumenpappe (Gaube).

Die Ausstattung und Oberflächen entsprechen im Wesentlichen einem mittleren Standard, wobei Teile optisch mangelhaft oder nicht fertiggestellt sind (z. B. verbliebene Bauarbeiten im Eingangsbereich, Wandöffnungen in der Küche). Größere Schäden wurden nicht festgestellt; im Keller treten jedoch Feuchteschäden auf. Der Reparaturstau wurde mit etwa 10.000 € angesetzt. Insgesamt ist das Haus als instand gehalten und zeitgemäß nutzbar einzustufen.

Im Zusammenhang mit dem Gebäude bestehen Eigengrenzüberbauungen auf das Nachbarflurstück, was aufgrund identischer Eigentümerkonstellation jedoch „ruhend“ bleibt.

Denkmalschutz besteht nicht, es gelten jedoch übliche Auflagen wegen der Lage im Bereich eines archäologischen Kulturdenkmals (Ortskern, Anzeige bei Erdeingriffen).


Weitere Gebäude

Ehemalige Scheune mit Waschhaus (BV Nr. 1, an Grundstücksgrenze)

Die ehemalige Scheune (ca. 161 m² BGF) mit integriertem Waschhaus wurde um 1930, der Waschhausanbau vermutlich um 1980 errichtet. Die Bauweise ist gemischt (Mauerwerk und Holzrahmen), Dachflächen mit Dachsteinen und Wellfaserzementplatten. Das Gebäude ist innen zweiräumig (Tenne und Waschküche), die Ausstattung einfach, die Nutzung auf u. a. Lager beschränkt. Die Instandhaltung erfolgte nur eingeschränkt, teils sind Mängel wie Mauerwerksrisse sichtbar.

Ehemaliger Stall mit Auszugshaus (BV Nr. 2)

Angegeben mit ca. 351 m² BGF, um 1900 erbaut, teilweise Holzfachwerk. Das Gebäude ist in sehr einfachem Zustand, weist deutliche Gebrauchsspuren und statische Beeinträchtigungen (teilweise offene Giebelwand, Undichtigkeiten denkbar) auf. Nutzung ist nur noch sehr eingeschränkt möglich.

Hundezwinger mit Garage (BV Nr. 2)

Ca. 42 m² BGF, wahrscheinlich um 1950, zeigt starke Nutzungsspuren bzw. Verfall (Dach teilweise eingestürzt/entfernt), nur noch teilweise als Nebengebäude nutzbar.

Ehemalige Scheune mit Hühnerstall (BV Nr. 2)

Ca. 149 m² BGF, um 1930 erbaut, Anbau Hühnerstall um 1960. Mischbauweise mit Lagerböden aus Holz, Bruchsteinmauerwerk, einfachen Fenstern. Zustand durchschnittlich, teils noch genutzt, als Nebengebäude verwendbar.


Grundstück

Das Gesamtgrundstück ist regelmäßig geschnitten und umfasst ca. 3.326 m², verteilt auf zwei Flurstücke (510 m² und 2.816 m²). Die Erschließung erfolgt über die "Lindenstraße" (befestigte Ortsdurchgangsstraße) und die "Lindengasse" (nördlich, Nebenstraße), jedoch besteht für das Haus keine eigene Zufahrt. Das Grundstück ist vollständig eingezäunt, überwiegend mit ortsüblichem Bewuchs, teils mit Hofflächen befestigt, in den Freiflächen Wiese, Bäume und Büsche, einzelne Bereiche wirken verwildert. Das Gelände ist im Wesentlichen eben.


Nutzung

Zum Wertermittlungs-Stichtag war das gesamte Objekt einschließlich aller Gebäudeteile und Freiflächen vollständig ungenutzt und leer stehend. Miet-, Pacht- oder sonstige Nutzungsverhältnisse bestanden nicht, eine gewerbliche Nutzung lag nicht vor.


Anhänge (1)

Quelle: zvg-portal.de · Daten der amtlichen Veröffentlichung der Justizportale des Bundes und der Länder. Letzte Aktualisierung im Portal: 28.04.2026, 10:43 Uhr.