Termin
Mittwoch, 18. November 2026, 10:00 Uhr
Objekt
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Dreifamilienhaus mit hofseitigem Anbau und umfassendem Sanierungsstau; das Gebäude ist Teil einer Baudenkmalgruppe.
Dachform/Dachdeckung: Satteldach mit hofseitiger Pultdachgaube; veraltete Tonziegeldeckung mit lokalen Undichtigkeiten, Anbau laut Fotodokumentation mit bituminösem Flachdach
Heizung/Warmwasser: ca. 30 Jahre alte Gaszentralheizung mit Plattenheizkörpern; Gas-Warmwasserspeicher mit integriertem Gasbrenner
Elektroinstallation: insgesamt veraltetes Leitungs- und Schaltersystem, modernisierungsbedürftig; teils modernisierte Hauselektrik
Fenster: zweifachverglaste Kunststofffenster, überwiegend aus den 1990er Jahren und teils älter
Sanitär: Duschbad im 2. Obergeschoss; Bad mit Badewanne sowie separates WC mit Waschbecken im 1. Obergeschoss; WC mit Waschbecken im Erdgeschoss, Ausstattung dort etwa 40 Jahre alt
Besichtigung:
Das Objekt wurde am Wertermittlungsstichtag vollständig innen besichtigt und anschließend vollständig von außen dokumentiert, auch mittels Drohnenaufnahmen. Die Bewertung stützt sich zudem auf Bauzeichnungen, Katasterunterlagen, Behördenauskünfte und weitere schriftlich eingeholte Objektunterlagen.
Gebäude
Das teilunterkellerte Dreifamilienwohnhaus steht in geschlossener Bauweise und wurde um 1900 errichtet; ein hofseitiger Anbau erfolgte 1978. Das Gebäude ist dreigeschossig ausgebildet und umfasst Teilkeller, Erdgeschoss, 1. Obergeschoss, 2. Obergeschoss sowie ein teilausgebautes Dachgeschoss. Die Bruttogrundfläche beträgt ca. 337 m², die Wohn- und Nutzfläche insgesamt ca. 208 m². Vorhanden sind ein Gewölbekeller mit ca. 12 m² sowie drei Wohnebenen mit jeweils ca. 66 m² und ein ausgebautes Dachzimmer mit ca. 10 m².
Die Grundrisse sind als klassische, kleinteilige Wohnungszuschnitte mit jeweils zwei Wohnräumen, Flur, Küche und Bad angelegt. Im 1. Obergeschoss besteht zusätzlich ein separates WC. Das Dachgeschoss enthält lediglich ein einzelnes ausgebautes Zimmer. Die natürliche Belichtung wird als normal beschrieben; aufgrund der geschlossenen Altstadtbebauung und der ostseitigen Hoflage ist die Grundstücksausrichtung jedoch ungünstig. Der Zugang erfolgt straßenseitig, rückwärtig besteht ein kleiner Innenhof.
1978 wurde eine Grundmodernisierung mit Umbau durchgeführt; die letzten erkennbaren Modernisierungen stammen wohl aus den 1990er Jahren, insbesondere bei Fenstern und Heizung. Gleichwohl besteht ein erheblicher Reparatur- und umfassender Sanierungsstau. Besonders relevant sind lokale Dachundichtigkeiten, schadhafte hofseitige Fassadenplatten, ein unvollständig zurückgebauter Schornsteinkopf sowie allgemeine Verschleißerscheinungen in den leerstehenden Geschossen. Die wirtschaftliche Restnutzungsdauer wurde deshalb nur noch mit 10 Jahren angesetzt.
Konstruktiv handelt es sich um eine Fachwerk- und Mauerwerkskonstruktion mit Naturstein- und Stahlbetonfundamenten, Holzbalkendecken über den Obergeschossen und einer Gewölbedecke über dem Keller. Straßenseitig zeigt sich eine noch ansehnliche Fachwerkfassade, hofseitig Eternitplatten. Das Objekt gehört nicht zu einem Einzeldenkmal, ist jedoch Bestandteil einer Baudenkmalgruppe.
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war das 1. Obergeschoss zu Wohnzwecken genutzt; Erdgeschoss, 2. Obergeschoss und das Dachzimmer standen leer.
Grundbuch
Anhänge (1)
Quelle: zvg-portal.de · Daten der amtlichen Veröffentlichung der Justizportale des Bundes und der Länder. Letzte Aktualisierung im Portal: 07.07.2026, 14:24 Uhr.
