Termin
Freitag, 17. Juli 2026, 10:00 Uhr
Objekt
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um ein Wohnhaus I (3 Wohneinheiten), Wohnhaus II (2 Wohneinheiten), eine Lager- und Gerätehalle, zwei Lagerüberdachungen sowie ein unbebautes Kleinstflurstück.
Dachform der Wohnhäuser: Krüppelwalmdächer, Dachdeckung Tonziegel
Heizung: überalterte bis abgängige Gas-Thermen
Wärmeübertragung: Flachheizkörper
Warmwasser: Durchlauferhitzer bzw. Boiler
Elektroinstallation: zeittypisch, eher einfach ausgestattet
Bodenbeläge: Fliesen, PVC, Textilbelag, Laminat
Fenster: Kunststofffenster mit Isolierverglasung sowie Holzfenster mit Isolierverglasung
Bad Wohnung 1 EG: Dusche, Badewanne, Handwaschbecken, WC
Bad Wohnung 2 EG: Badewanne, Handwaschbecken, WC
Bad Wohnung 3 DG: Dusche, Badewanne, Handwaschbecken
Bad Wohnung 4 EG: Badewanne, Handwaschbecken, WC
Bad Wohnung 5 DG: Runddusche, Handwaschbecken, WC
Besichtigung:
Das Objekt wurde am 08.07.2025 örtlich besichtigt; in Augenschein genommen wurden beide Wohnhäuser, die Lager- und Gerätehalle, die Lagerüberdachungen sowie die Außenanlagen. Das Objekt wurde ergänzend anhand von Grundbuch-, Kataster-, Bodenrichtwert- und Bauunterlagen aus den Jahren 1985, 1988, 1989 und 1999 bewertet.
Gebäude
Wohnhaus I: Das wertprägende Hauptobjekt ist ein freistehendes, nicht unterkellertes Gebäude in Fachwerkkonstruktion mit Klinkerausmauerung, teils mit Tonziegelvorhangfassade, Ursprungsbaujahr um 1852, für die Wertermittlung mit fiktivem Baujahr 1959. Es ist eingeschossig mit teilweise ausgebautem Dachgeschoss ausgebildet und als Dreifamilienhaus genutzt bzw. vorgesehen. Die Bruttogrundfläche beträgt ca. 506 m². Die Raumaufteilung umfasst in:
Wohnung 1 im Erdgeschoss Windfang, Diele, Küche, Wohnen, Essen, Zimmer, Abstellraum und Bad, im Dachgeschoss Flur und vier weitere Zimmer (ca. 187,6 m²)
Wohnung 2 verfügt im Erdgeschoss über Eingangs-/Zimmer, Gang, weiteres Zimmer, Flur, drittes Zimmer, Windfang, Abstellraum, Bad und Küche ( ca. 86,6 m²)
Wohnung 3 liegt im Dachgeschoss und besteht aus Flur, zwei Zimmern, Küche und Bad ( ca. 55,0 m²)
Der Grundriss ist teils bautypisch, teils individuell; Belichtung und Besonnung werden als gut bis ausreichend beschrieben. Im Dachgeschoss der linken Haushälfte liegt die Deckenhöhe teilweise unter 1,86 m.
Das Gebäude wurde 1985 am Dach, an der Fassade und an Fenstern modernisiert; zugleich erfolgte eine Innensanierung bzw. der Ausbau von Wohnung 1. Weitere Fenster wurden 1995 erneuert, der Ausbau der Wohnungen 2 und 3 erfolgte 1999 bis 2000. Gleichwohl besteht ein erheblicher bis teils extremer Unterhaltungs- und Sanierungsstau. Die drei Wohneinheiten gelten wegen des mangelhaften Bauzustands, der sehr einfachen Ausstattung und der sehr schlechten energetischen Beschaffenheit als nicht bewohnbar. Zusätzlich weist die rechte Haushälfte als ehemals wirtschaftlich genutzter Teil einen ungenehmigten Ausbau zu zwei Wohnungen auf. Ein Denkmalschutz ist nicht angegeben.
Wohnhaus II: ist ein ebenfalls freistehendes, nicht unterkellertes Fachwerkgebäude mit Klinkerausmauerung, Ursprungsbaujahr ebenfalls um 1852, ausgebaut aus einer ehemaligen Scheune ohne Baugenehmigung zu zwei Wohneinheiten. Es ist eingeschossig mit ausgebautem Dachgeschoss, weist ca. 184 m² Bruttogrundfläche auf und wurde für die Wertermittlung mit fiktivem Baujahr 1959 angesetzt. Die Raumaufteilung umfasst in:
Wohnung 4 im Erdgeschoss Flur, Bad, Küche, Zimmer und Abstellraum sowie (ca. 54,4 m²)
Wohnung 5 im Dachgeschoss Studio, Bad und Schlafraum (ca. 48,0 m²)
Modernisierungen erfolgten 1988 an Dach, Fassade und Fenstern sowie 2000 beim Innenausbau zu den Wohnungen 4 und 5. Der Zustand ist ebenfalls von allgemeinem Unterhaltungs- und Sanierungsstau geprägt; der Standard liegt etwas besser, aber weiterhin zwischen Rohbauzustand und geringer Standardstufe. Belichtung und Besonnung sind gut bis ausreichend.
weitere Gebäude
Zur weiteren Bebauung gehört eine Lager- und Gerätehalle, Baujahr 1989, massiv errichtet, mit flachem Satteldach und Trapezblechdeckung, Bruttogrundfläche ca. 80 m². Auch hier besteht teils erheblicher Unterhaltungs- und Sanierungsstau. Hinzu kommen eine kleine und eine große Lagerüberdachung, jeweils um 1999 in einfacher Holzkonstruktion mit Trapezblechdeckung errichtet. Die große Überdachung weist teils extrem schlechte Bausubstanz auf und erhielt keinen Wertansatz. Ferner ist ein Carport in einfacher Holzkonstruktion vorhanden, der ohne Baugenehmigung errichtet wurde.
Nutzung:
Zum Wertermittlungs-Stichtag waren Wohnhaus I und II sowie die Nebengebäude seit etwa einem Jahr leerstehend und ungenutzt.
Grundbuch
Gläubiger
Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg
Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg
Anhänge (2)
Quelle: zvg-portal.de · Daten der amtlichen Veröffentlichung der Justizportale des Bundes und der Länder. Letzte Aktualisierung im Portal: 15.05.2026, 08:38 Uhr.




