Termin
Donnerstag, 25. Juni 2026, 09:00 Uhr
Objekt
Bei dem Versteigerungsobjekt handelt es sich um eine landwirtschaftliche Hofstelle bestehend aus einem Einfamilienwohnhaus, diversen landwirtschaftlichen Gebäuden (Stallungen, Hallen, Silos), mehreren Photovoltaikanlagen sowie umfangreichen land- und forstwirtschaftlichen Flächen verteilt auf unterschiedliche Flurstücke.
Besichtigung
Das Objekt wurde am 24.06.2025 im Außenbereich vollständig und die Innenbereiche der landwirtschaftlichen Gebäude, soweit möglich, besichtigt. Das Wohngebäude konnte im Innenbereich nicht besichtigt werden; hier erfolgte die Bewertung auf Basis von Unterlagen und äußeren Eindrücken.
Gebäude
Einfamilienhaus:
Das Wohngebäude wurde 1984 erbaut (Fertigstellung) und liegt als Einfamilienhaus in Massivbauweise mit einem Erdgeschoss und ausgebautem Dachgeschoss vor. Die Brutto-Grundfläche beträgt ca. 310 m², die Wohnfläche rund 217 m². Die Aufteilung ist klassisch mit Wohn- und Esszimmer, mehreren (Schlaf-)Zimmern, Büro, Küche, zwei Badezimmern, Gäste-WC, Hauswirtschaftsraum und Abstellräumen. Die Grundrissgestaltung folgt funktionalen und traditionellen ländlichen Strukturen. Die Belichtung ist durch zahlreiche Fenster gegeben, die Besonnung wird als durchschnittlich beschrieben. Das Dach ist als Walmdach mit Tonziegeleindeckung und Gauben ausgeführt, ausgestattet mit Kupferrinnen und einem gemauerten Schornstein. Sanierungen, Modernisierungen oder Umbauten wurden nicht speziell aufgeführt; Renovierungsmaßnahmen sind bei Wechsel üblich.
Landwirtschaftliche Gebäude:
zwischen 1981 und 2012 errichtet und umfassen u. a.:
Maststall (2012, ca. 6.420 m² BGF, 5.700 Mastplätze, Photovoltaikanlage)
Maststallkomplex (1981/84/89, ca. 2.640 m² BGF, drei Stallbereiche, Photovoltaikanlage, zentrale Fütterung)
Maschinenhalle/Unterstand (ab 1981, ca. 525 m² BGF, Photovoltaikanlage)
Güllesilos (verschiedene Baujahre, Gesamtkapazität ca. 13.600 m³)
Sauen- und Ferkelaufzuchtstall (2005, ca. 4.955 m² BGF, 750 Sauen, Flatdeck 2.880 Plätze, Sozial- und Technikbereiche)
Weitere Außengebäude (Abstellflächen, Hofflächen, Zuwegungen)
Die landwirtschaftlichen Betriebsgebäude sind in funktionaler Bauweise mit Massiv-, Stahlrahmen- oder Holzständerkonstruktionen, Spaltenböden, diversen technischen Einrichtungen, Lagerflächen, Gülle- und Futtersilos errichtet worden.
Die baulichen Anlagen sind laut Gutachten überwiegend in ordentlichem, nutzungsüblichem Zustand.
Grundstück
Das Grundstück besteht aus 14 Flurstücken mit einer Gesamtfläche von ca. 603.179 m². Die einzelnen Flächen sind überwiegend eben und werden als Ackerland, Grünland, Moor, Waldfläche oder Gebäude-/Freifläche genutzt. Die Zuschnitte sind teils zusammenhängend, teils getrennt, jeweils verkehrstechnisch erschlossen oder über Wirtschaftswege erreichbar. Ein Teil der Flächen ist mit Baulasten belegt, manche unterliegen naturschutzfachlichen Auflagen (z. B. Sukzession, Kompensations-Aufforstung).
Nutzung
Zum Wertermittlungs-Stichtag war die Hofstelle nicht aktiv landwirtschaftlich genutzt; die Gebäude standen leer. Das Wohnhaus wurde eigengenutzt. Für einen großen Teil der landwirtschaftlichen Flächen bestanden Pachtverträge (Laufzeit bis mindestens 2030), Pachtzahlungen wurden geleistet. Zudem war ein Teil der Dachflächen mit Photovoltaikanlagen bebaut, die noch Ertragsansprüche bieten, und auf einem Silo gab es eine Mobilfunkmiete.
Grundbuch
Anhänge (1)
Quelle: zvg-portal.de · Daten der amtlichen Veröffentlichung der Justizportale des Bundes und der Länder. Letzte Aktualisierung im Portal: 31.03.2026, 07:52 Uhr.



